Ich besiegte meinen Waschzwang

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Autor:

Susanne Beckmann

btonline.de Beschreibung/Rezension:

In dem Buch „Ich besiegte meinen Waschzwang“ geht es um eine junge Frau, die unter einem Waschzwang leidet. Susanne, 22 Jahre alt, Studentin an der Fachhochschule, leidet unter starken Wasch und Kontrollzwängen. Sie schildert wie sehr ihre Zwangsgedanken und Zwangshandlungen ihr Leben bestimmen und wie stark sie sie einschränken beziehungsweise beeinträchtigen. Susanne fühlt sich wie in einem „inneren Gefängnis“, dass von ihren Zwangsgedanken, Zwangshandlungen, Ängsten und Sorgen bestimmt ist und sie blickt nicht gerade hoffnungsvoll in die Zukunft. Ihr Leidensdruck wird deutlich und sie beschreibt ihre innere Anspannung und ihre Erschöpfung aufgrund der Zwänge und Ängste. Zudem beschreibt sie, dass ihre Anspannung oft so groß ist, dass Sie sich nur mit Selbstverletzung ein Stück von der Anspannung befreien kann. Sie befreit sich dadurch ein Stückweit von ihren seelischen Schmerzen. Diese Selbstverletzungen sind nicht typisch für Zwangsstörungen, können begleitend jedoch mit auftauchen. Ihre Lage scheint aussichtlos und sie ist sehr verzweifelt und glaubt, dass es keinen Ausweg aus ihrem Leiden gibt, bis Sie nach einem Umzug mit Ortswechsel einen Therapeuten findet zu dem Sie Vertrauen aufbauen kann. Er hilft ihr ihre Probleme anzugehen und er macht ihr Mut. Susanne wünscht sich endlich frei von Zwängen zu sein und möchte endlich wieder tun und lassen was sie möchte ohne dem Zwang unterworfen zu sein. Sie erlebt ihr Leben insgesamt als sehr belastend und quälend. Susannes Lage verschlechtert sich jedoch trotz ihrer ambulanten Therapie und sie entschließt sich eine stationäre Therapie zu machen. In dem Buch wird sehr genau beschrieben wie eine Behandlung bei Zwangspatienten im speziellen Fall bei Susanne aussieht. Susanne macht Fortschritte und sie gewinnt zunehmend einen Teil ihrer Freiheit und ihrer Lebensfreude zurück. Die Zwänge engen Sie immer weniger ein. Der Erfolg ist vor allem ihr Selbst und ihrem Kampfesgeist sowie ihrem starken Willen ihr Leid zu beenden verbunden. Nach dem Klinikaufenthalt kehrt Sie nach Hause zurück und versucht ihre neuen Gedanken und Verhaltensstrategien in den Alltag zu integrieren. Das gelingt auch zuerst ganz gut. Sie ist mit ihrer Lage aber nicht zufrieden und entschließt sich erneut für einen stationären Aufenthalt. Währens des Aufenthaltes lernt Sie viel über sich und lernt das Leben wieder zu genießen. Das Buch ermöglicht einen guten Einblick in die Zwangssymptomatik mit einem persönlichen Bezug und zeigt, die Wege aus der Erkrankung heraus. Ich persönlich halte das Buch nicht nur für Betroffene und Angehörige von Zwangserkrankten für empfehlenswert sondern auch für Menschen, die Interesse an dem Thema haben.