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Ecstasyabhängigkeit.

Abhängigkeit von illegalen Drogen

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Ecstasy-Abhängigkeit Eigenschaften

Die Bezeichnung "Ecstasy" wird als Oberbegriff für verschiedene Betäubungsmittel in Form von Tabletten oder Kapseln benutzt, die vorwiegend psychotrope Substanzen aus der Gruppe der ringsubstituierten Amphetamine einzeln oder kombiniert enthalten. Die variable Zusammensetzung erschwert die betäubungsmittelrechtliche Zuordnung wie auch die Prävention.

Die unter Ecstasy zusammengefaßten Substanzen haben antriebssteigernde und halluzinogene Effekte bei gleichzeitig als positiv empfundener emotionaler Wirkung. Der hauptsächlich vorkommende Wirkstoff MDMA erzeugt darüber hinaus ein Gefühl der großen Nähe und Verbundenheit zu und mit anderen Menschen. Negative Wirkungen können den akuten Rausch überdauern und werden vor allem in Form von depressiver Verstimmung und Angst erlebt.

Epidemiologie Nach dem Drogen- und Suchtbericht des Bundesgesundheitsministeriums 1999 beträgt die (geschätzte) Zahl der Personen, die mindestens einmal innerhalb eines Jahres Ecstasy zu sich genommen hatten, im Jahr 1997 insgesamt ca. 546.000. Die Polizei registrierte in dem Jahr darauf weniger Erstkonsumenten von Ecstasy, nämlich 2.830 gegenüber 3.799. Gleichzeitig gingen die sichergestellten Mengen und die Fallzahlen zurück. In 1999 hingegen stieg die Zahl der polizeilich registrierten erstauffälligen Ecstasykonsumenten wieder auf 3.170 (+ 12 %) an. Die Menge der beschlagnahmten Konsumeinheiten erhöhte sich auf 1,4 Mio. (d.h. +233 %), die Zahl der Fälle von 1.986 in 1998 auf 2.883 in 1999.

Von allen jugendlichen Befragten (Gruppe der 12 bis 25jährigen) hatten 1997 etwa 5 % schon einmal Ecstasy genommen. Von diesen gab rd. 1/3 an, Ecstasy nur ein einziges Mal konsumiert zu haben, ein weiteres Drittel zwei bis fünfmal und unter 2 % hatten die Droge 100 Mal und öfter zu sich genommen. Im Gegensatz zu anderen illegalen Drogen ist bei Ecstasy ein relativ geringer Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland in der Häufigkeit des Konsums festzustellen.

Nach dem Drogen- und Suchtbericht des Bundesgesundheitsministeriums 1999, setzt die Bundesregierung ihre Präventionsbemühungen im Bereich synthetischer Drogen durch Forschungsprojekte, die die Ursachen des Drogenkonsums und die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen analysieren, fort und unterstützt effektivere Kommunikationswege zu den adressierten Jugendlichen.

Weil dem Konsum von Ecstasy in der Regel der Konsum anderer Suchtstoffe wie Alkohol, Nikotin und Cannabis zeitlich vorausgeht und es auch später mit diesen Substanzen kombiniert eingenommen wird, verfolgt die Bundesregierung den von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gewählten Ansatz der frühzeitigen Aufklärung und ergänzt ihn um spezifische Maßnahmen im Hinblick auf die Suchtmittel "synthetische Drogen".

Risiken

Über die Behandlungsbedürftigkeit von Ecstasykonsumenten liegen bisher kaum Erkenntnisse vor. Durch das EBIS-System, ein vom BMG gefördertes Dokumentationssystem in den ambulanten Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe, soll "Ecstasy" als eigene Kategorie erfasst werden, so dass detailliertere Daten über die Zusammensetzung der Konsumenten und die erforderliche Beratung und Behandlung gewonnen werden können.

Das Rauscherleben hängt ganz wesentlich vom inneren Zustand (Stimmung), vom Umfeld (Umgebung) und natürlich von den jeweiligen Inhaltsstoffen der Droge ab. Es können z. B. Euphorie, Selbstvertrauen, Ausgeglichenheit, ein Gefühl von Harmonie, Wachheit und Entspanntheit vorkommen. Ebenso kann es zu Angst, Zittern, depressiven Gedanken und Psychosen kommen. Das Hunger- und Durstgefühl tritt in den Hintergrund. Bei Nachlassen der Wirkung kommt es u. a. zu Erschöpfungszuständen und depressiven Einbrüchen.

Bei chronischen Missbrauch kann eine psychische Abhängigkeit entstehen. Die Entwicklung einer körperlichen Abhängigkeit konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Es kommt zu einer Toleranzerhöhung, d. h. um die gleiche Wirkung zu erreichen, benötigen die Betroffenen immer mehr und im häufiger von dem Suchtstoff. Im weiteren Verlauf kann es zu Depressionen, Störungen des Schlafrhythmus, Wahrnehmungsstörungen, Antriebsarmut und Hirnschäden kommen. Es sind bereits einige Todesfälle bekannt, die auf den Konsum von Ecstasy zurückzuführen sind.

Lesen Sie dazu Berichte bei Drogen-Aufklaerung.de zum Thema Designerdrogen.

November 26, 2010 von admin

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